Islam
Der Prophet Muhammad sagte: "Derjenige von den Gläubigen ist am vollkommensten im Glauben, der am besten im Umgang und am freundlichsten zu seiner Frau ist."
Der Prophet Muhammad sagte: "Wer sich
um eine Witwe oder eine arme Person kümmert, ist wie ein Mujahid
(Krieger)
der für die Sache Allahs kämpft, oder wie jener, der die ganze Nacht
durch betet und
den ganzen Tag fastet."
Das
Gottesbild
Der Islam verkündet eine reine Form des Monotheismus. Gott ist der Eine
Gott; Er ist unteilbar und hat niemand neben sich. Er ist unvergleichlich
und nichts ist Ihm auch nur ähnlich. Nichts geschieht ohne Seinen Willen.
Er ist der Erste, der Letzte, der Ewige, der Unendliche, der Allmächtige,
der Allwissende. Er ist der Schöpfer und Erhalter aller Dinge. Er ist der
Gerechte, der Allerbarmer, der Gnädige, der Liebende, der Gütige, der
Erhabene, der Preiswürdige, der Wahrhaftige. Er ist der Inhaber und
Besitzer aller vollkommenen Eigenschaften. Die 99 Namen Allahs. Alle
diese, und noch andere im Koran erwähnten Eigenschaften Gottes, müssen in
ausgewogener Weise betrachtet werden, ohne dass die eine Eigenschaft
zugunsten einer anderen vernachlässigt wird, oder zum Nachteil einer
anderen überbetont wird.
Einheit der Religionen
Der Islam betont den
einheitlichen Ursprung aller monotheistischen Religionen. Nach seiner
Lehre sind dem menschlichen Geist, trotz seiner großen Möglichkeiten,
bestimmte Grenzen gesetzt, die er weder mit den exakten, noch mit
empirischen Wissenschaften überschreiten kann. So liegt für den Menschen
das sichere Wissen um die letzten Wahrheiten jenseits dieser Grenzen, und
die einzige Quelle, die dem Menschen für die Erreichung dieses Wissens
offen steht, ist die göttliche Offenbarung, die ihm von Anbeginn der Zeit
zur Verfügung stand. Die Propheten des Einen Gottes erschienen im Verlauf
der Geschichte in jedem Land und bei jeder Gemeinschaft und überbrachten
den Menschen die Weisungen Gottes. Die Menschheit wurde so auf die letzte
und an die ganze Welt gerichtete Botschaft stufenweise vorbereitet. Diese
letzte göttliche Offenbarung, die durch den letzten Propheten Muhammad
überbracht wurde, berichtigt und ergänzt alle vorherigen Botschaften
Gottes. Diese letzte Botschaft ist wissenschaftlich beweisbar, bis auf den
heutigen Tag den Menschen unverändert geblieben. Der Muslim glaubt an alle
Propheten, von Adam über Abraham, Moses Jesus bis hin zu Muhammad die ohne
Unterschied und verehrt sie alle. Die Muslime glauben an alle göttlichen
Offenbarungen, von der Thora über die Psalmen und das Evangelium bis hin
zum Koran, der letzten dieser Offenbarungen, die unverfälscht geblieben
ist, und die all das enthält, was der Mensch zu einem gottgewollten Leben
benötigt.
Einheit Lebensweg
Der Islam ist ein Lebensweg, der sich auf alle Bereiche des menschlichen
Daseins erstreckt und der in grundsätzlicher Übereinstimmung mit der
Natur, ihren Gesetzen und ihren Anforderungen steht. Islam ist das in die
Praxis umgesetzte Wissen um die Existenz Gottes, die Wahrhaftigkeit seiner
Propheten, seiner Bücher, seiner Engel und des Lebens nach dem Tode. Ein
Muslim ist derjenige, der die Gesetze Gottes in allen Lebenssituationen
befolgt, und die islamische Gesellschaft ist die nach Wissen um den Willen
Gottes strebende Gemeinschaft, in der jeder Einzelne direkt und ohne
Vermittlung eines Priesters mit Gott in Verbindung steht. Und schließlich
ist die islamische Gesellschaft die jedem Nichtmuslim respektvolle
Toleranz entgegenbringende Gemeinschaft der Gottgläubigen, denn das Wort
Islam hat sowohl die Bedeutung Hingabe und Unterwerfung unter den Willen
Gottes, als auch die Bedeutung Frieden .
Einheit der Menschen
Der Islam lehrt die Einheit der gesamten Menschheit. Er betont, dass
Unterscheidungen nach Rassen, Hautfarben, Sprachen usw., niemals den Grund
für Überlegenheitensansprüche einer Gruppe gegenüber einer anderen bilden
können. Die einzige, wirkliche Unterscheidung zwischen den Menschen ergibt
sich auf geistig sittlicher Ebene, nämlich die Unterscheidung nach
Rechtschaffenheit und Gottesehrfurcht.(49/12)
Vernunft und Wissenschaft
Der Islam betrachtet die Vernunft als ein kennzeichnendes Merkmal des
Menschen und als eine Gabe Gottes. Sie ist der Grund für die
Verantwortlichkeit des Menschen vor Gott und gleichzeitig sein Führer in
allen Lebenssituationen. Weil der Islam der Vernunft einen so bedeutenden
Platz einräumt, darf es für menschenverachtende Kulte und willkürlich
verhängte Dogmen keinen Platz geben.
Der Islam macht das Streben nach Wissen zur Pflicht eines jeden Muslims.
Er geht sogar so weit, die wissenschaftliche Arbeit zum Gottesdienst zu
erheben. In ständigem Appell fordert der Koran den Menschen dazu auf, die
Natur zu erforschen, damit er die Existenz Gottes und Seine Eigenschaften
erkennt. Im Koran findet der Muslim die Grundlagen und Richtlinien für ein
wissenschaftliches Forschen. Die einzige Einschränkung auf diesem Gebiet
besteht darin, dass die Forschung selbst nie zum Ziel werden darf, sondern
immer ein Mittel zur Erreichung menschlichen Fortschritts und zur
Vervollkommnung der Moral bleiben muss.
Ziele des Islam
Der Islam befasst sich nicht nur mit dem ewigen Leben im Jenseits, sondern
er richtet sein Augenmerk in gleichem Maße auch auf das diesseitige Leben.
Sittliche Vollkommenheit, sozialer Fortschritt, wirtschaftliche
Gerechtigkeit, zwischenmenschliche Liebe und Barmherzigkeit, politische
Vernunft und Friede sind Ziele, die der Islam zur Erreichung wahren
menschlichen Glücks in diesem Leben und im jenseitigem Leben zu
verwirklichen sucht.
Pflichten des Muslims und die fünf Säulen des Islam
Der Islam schreibt den Gläubigen das tägliche Gebet vor. Dadurch wird
neben der äußeren Reinigung durch Waschung auch die Reinigung der Seele
erzielt. Die Vermögensabgabe (Zakat) ist nicht nur ein Faktor des sozialen
Systems des Islam, sondern auch gleichzeitig ein Mittel zur seelischen
Entlastung, denn sie soll allein aus dem Glauben an Gott gezahlt werden.
Das vorgeschriebene Fasten im Monat Ramadan gibt dem Gläubigen nicht nur
ein Mittel zur Erlangung von Selbstbeherrschung, sondern erinnert ihn auch
an die Herabsendung des Heiligen Korans. Die Pilgerfahrt nach Mekka
schließlich lässt den Gläubigen die Hinwendung an Gott, die
Opferbereitschaft und die Brüderschaft der Muslime aus aller Welt spüren.
Neben diesen vier Hauptpflichten, die dem Gläubigen vorgeschrieben sind,
gehören noch zu den islamischen Vorschriften noch weitere Gebote und
Verbote, die dem Menschen den Weg zu einem glücklichen Leben in dieser
Welt und einem gottnahen ewigen Leben im Jenseits weisen. Somit kann jede
Arbeit des Menschen zum Gottesdienst werden, nämlich dann, wenn sie gemäß
der prophetischen Tradition und mit der aufrichtigen Absicht gegenüber
Gott durchgeführt wird.
Quellenverzeichnis: www.islam.de


